Hermes informiert Stellungnahme zu Untersuchungen in Schleswig-Holstein

Am 7. Juni 2018 fand eine behördliche Untersuchung bei einem Servicepartner von Hermes in Schleswig-Holstein (Harrislee bei Flensburg) statt. In diesem Zusammenhang gab es auch eine behördliche Überprüfung des Hermes Depots in Rendsburg. Mit Hermes assoziierte Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen können wir aktuell nicht bestätigen.

Paketzustellung (Foto: Hermes)

Am 7. Juni 2018 fand eine behördliche Untersuchung bei einem Servicepartner von Hermes in Schleswig-Holstein (Harrislee bei Flensburg) statt. In diesem Zusammenhang gab es auch eine behördliche Überprüfung des Hermes Depots in Rendsburg. Mit Hermes assoziierte Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen können wir aktuell nicht bestätigen.

Verschiedene Medien berichteten im Anschluss verkürzt und offiziell unbestätigt von rund 20 inspizierten Hermes Standorten in mehreren Bundesländern. Nach unserem gesicherten Kenntnisstand war und ist jedoch lediglich ein Betrieb eines mit Hermes ausschließlich in Schleswig-Holstein kooperierenden Servicepartners das Ziel der behördlichen Ermittlungen. Bei weiteren, von den Behörden kontrollierten Standorten handelte es sich u.a. um Wohnorte von Verdachtspersonen, also um Räumlichkeiten, die in keinerlei Verbindung zu Hermes stehen.

Hermes unterstützt den Aufklärungsprozess in enger Kooperation mit den zuständigen Behörden vollumfänglich. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer lückenlosen Aufklärung der an uns herangetragenen Verdachtsmomente. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns bis zum Vorliegen gesicherter behördlicher Erkenntnisse öffentlich nicht zu Details aus den derzeit laufenden Verfahren äußern. Mit ersten validen Ermittlungsergebnissen ist laut der zuständigen Behörden voraussichtlich nicht vor Ende Juni zu rechnen.

In der Paketzustellung arbeitet Hermes bundesweit aktuell mit rund 350 Servicepartnern zusammen. Bei diesen Partnern handelt es sich um zu 100 Prozent selbständige Logistikunternehmen, die sich auf von Hermes ausgeschriebene Transportdienstleistungen bewerben bzw. diese nach Auftragsvergabe durchführen.

Als Arbeit- und Auftraggeber legt Hermes großen Wert auf unternehmerische Verantwortung. Im Interesse einer langfristigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Servicepartnern erwarten wir selbstverständlich, dass sich alle für uns tätigen Servicepartner vollumfänglich an gesetzliche Vorgaben halten und auch darüber hinaus hohe Sozialstandards für ihre Mitarbeiter sicherstellen. 

2012 hat Hermes deshalb als bis heute einziger Paketdienst in Deutschland ein umfangreiches Auditierungs- und Zertifizierungsprogramm eingeführt, das in Zusammenarbeit mit SGS-TÜV Saar alle Servicepartner regelmäßig durchlaufen müssen. Im Fokus der Prüfungen stehen vor allem Arbeitsbedingungen. Das Prüfsystem ist nachweislich effizient und wird mit Blick auf die Entwicklungen stetig geschärft. Gleichwohl kann ein Audit immer nur eine Momentaufnahme sein – Manipulationen können folglich niemals in Gänze ausgeschlossen werden, bedürfen aber eines hohen Aufwands sowie vorsätzlicher krimineller Energie. Werden Unregelmäßigkeiten entdeckt, gibt es eine klar definierte Prozesskette, die in letzter Instanz eine Beendigung der Zusammenarbeit vorsieht. Gleichwohl kann selbst das beste und zuverlässigste Prüfsystem niemals zu 100 Prozent Sicherheit bieten.

Wir tolerieren es nicht, wenn für Hermes tätige Servicepartner gesetzliche Regelungen bzw. die hohen Sozialstandards, die wir voraussetzen und nachhalten – sei es vorsätzlich oder unbewusst – unterlaufen. Sollten sich die erhobenen Vorwürfe bestätigen, werden wir entsprechend umgehend Konsequenzen ziehen.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Letztes Update: 13.06.2018, 18:00 Uhr

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