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Die Zukunft der Paketzustellung ist elektrisch

Vielfach ist der innerstädtische Verkehr überbelastet und Schadstoffe und Lärm mindern die Lebensqualität in den Städten. (Foto: Hermes)

Die urbane Logistik steht vor großen Herausforderungen: Vielfach ist der innerstädtische Verkehr schon heute überbelastet und Schadstoffe und Lärm mindern die Lebensqualität in den Städten. Erste Städte wie Stuttgart und Hamburg kündigten deshalb bereits Diesel-Fahrverbote an. Hermes setzt vor diesem Hintergrund verstärkt auf alternative Zustellkonzepte – dazu zählt der massive Ausbau des Einsatzes von Elektrofahrzeugen. Die Unterzeichnung des Vertrages zur strategischen Partnerschaft mit Mercedes-Benz Vans ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg von Hermes zur emissionsfreien Zustellung in allen deutschen Großstädten bis 2025.


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Ab 2018 wird der Logistikdienstleister sukzessive 1.500 Mercedes-Benz Elektro-Transporter in der Paketzustellung einsetzen. „Die Partnerschaft hat eine sehr hohe Bedeutung für uns und wir freuen uns sehr, in Hermes einen Partner zu haben, mit dem wir die Vision von emissionsfreiem Transport auf der letzten Meile teilen. Wir heben unsere Zusammenarbeit jetzt auf ein neues Level und werden zeigen, wie ein tragbares Konzept für die Elektromobilität aussieht“, sagt Benjamin Kähler, Leiter eDrive@VANs bei Daimler AG.

Hermes will Lösungsbeitrag für eine nachhaltige urbane Logistik liefern

Die beiden Partner kennen sich gut. In den 90er Jahren brachten sie gemeinsam den ersten Transporter mit Wasserstoff-Antrieb zur Marktreife. Kurz nach der Jahrtausendwende hat Hermes dann einen Sprinter mit Brennstoffzelle im Alltagsbetrieb getestet. Und auch beim Vito-E-Cell, dem Vorläufer der kommenden Elektromodelle, arbeiteten die Unternehmen zusammen. „Die jetzige Partnerschaft ist eine logische Weiterentwicklung dieser gemeinsamen Geschichte“, sagt Kähler.

Und eine Reaktion auf die aktuelle Lage. Vor allem die Innenstädte leiden unter dem ständig wachsenden Verkehr. Der Druck auf die Politik wächst, die Gesundheit der Menschen in den Ballungsräumen zu schützen. Die Diskussion um Einfahrrestriktionen ist in vollem Gange. „Auf solche Szenarien müssen wir uns einstellen und wollen vorbereitet sein“, sagt Alexander Bartelt, Head of Corporate Responsibility bei Hermes Germany. „Darüber hinaus leisten wir einen substantiellen Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität in urbanen Räumen.“ Beide Partner sind überzeugt: Die Zukunft der letzten Meile ist elektrisch. Besonders in Innenstädten und urbanen Bereichen ist der E-Antrieb von entscheidender Bedeutung. „Hier gilt es Emissionen zu vermeiden und neue Services zu ermöglichen. Neben der lokalen Emissionsfreiheit eines Elektroantriebes ist dieser auch nahezu geräuschfrei und ermöglicht neue Services wie die Nachtbelieferung in Wohngebieten“, erläutert Kähler.

Die Zusammenarbeit ist ein wichtiger Meilenstein

Die Zusammenarbeit ist für beide Unternehmen ein wichtiger Schritt beim Thema Elektromobilität. Mercedes-Benz Vans erleichtert Hermes den Einstieg, indem es nach 2011 erneut mit einem Elektro-Transporter in Serie geht. Und der Autobauer ist glücklich, für seinen neuen Elektro-Transporter schon einen ersten Kunden zu haben – mit signifikanter Stückzahl. „Gemeinsam werden wir die Effizienz auf der letzten Meile deutlich verbessern“, sagt Kähler. „Wir werden das Projekt sehr eng begleiten und die Ergebnisse und Erkenntnisse dann in den weiteren Entwicklungsprozess einfließen lassen. Wir haben gemeinsam die Chance, zu zeigen, dass der E-Antrieb sich im Praxiseinsatz bewährt.“

Deshalb startet das Projekt auch mit einer Pilotphase in Stuttgart und Hamburg. Im Realbetrieb sollen die Elektrofahrzeuge getestet werden und alle Erfahrungswerte in die Weiterentwicklung integriert werden. „Wir gestalten die Zukunft der urbanen Paketlogistik also aktiv mit“, sagt Bartelt.

Die Zusammenarbeit geht deutlich über die Bereitstellung der Fahrzeuge hinaus. Neue Ideen sollen die Servicequalität gegenüber den Kunden erhöhen. „Unter anderem sollen neue räumliche und betriebliche Konzepte zur praxisgerechten Integration von batterie-elektrischen Transportern in bestehende Betriebsabläufe entwickelt und evaluiert werden. Der Aufbau einer betrieblichen Ladeinfrastruktur an den Hermes Standorten spielt dabei eine wichtige Rolle“, sagt Kähler.

Es geht also längst nicht nur um Antriebstechnologie, sondern auch um Themen wie Routen- und Einsatzplanung, neue Services, intelligente Laderaumlösungen, innovative Mobilitätslösungen und vernetzte Dienste zur Datenverarbeitung. „Wir schaffen gewissermaßen ein ganzes Ökosystem des innerstädtischen elektrischen Logistikverkehrs. Dies ist eine sehr komplexe Aufgabe”, sagt Kähler. Die Testphase ist dafür ein erster Schritt.

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