Shoppen, Schenken und Schicken 9 Tipps für nachhaltigere Weihnachten 2022

Nachhaltigkeit gewinnt auch beim Online-Shopping für Verbraucher*innen immer mehr an Bedeutung. Wie man beim Schenken zu Weihnachten bereits mit kleinen Handgriffen einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten kann – das zeigen die folgenden Anregungen.

(Foto: Halyna Romaniv/Shutterstock)

Wer für das anstehende Weihnachtsfest bisher nur Geschenke für den Partner, die Kinder und die besten Freunde auf der Geschenkeliste hat, sollte diese noch um einen Punkt ergänzen. Denn Verbraucher*innen können nicht nur ihren Liebsten, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun. Das gelingt mit einigen Tipps und Tricks – und hinterlässt ein nachhaltig weihnachtliches Gefühl.

Beim Kauf der Geschenke

1. Ökologische Geschenke machen

Freude schenken mal anders: Für Menschen mit großem Herzen für Tiere und die Natur können über verschiedene Organisationen und Anbieter zum Beispiel Tierpatenschaften erworben werden oder Klimaschutz-Projekte via Spende unterstützt werden. Man erhält dann ein Zertifikat oder eine Urkunde, auf dem der Name der beschenkten Person eingetragen werden kann. Es geht aber auch klassisch – zum Beispiel mit einem Gutschein für einen Einkauf im Unverpackt-Laden. Zusammen mit plastikfreien Pflegeprodukten passt dieser gut in ein nachhaltiges Weihnachtspaket.

2. Der nachhaltige Tannenbaum

Angenehmer Nadelduft und heimelige Atmosphäre: Der Tannenbaum im Wohnzimmer ist für viele Deutsche ein fester Bestandteil der Weihnachtstradition. Bis 2019 wurden alljährlich hierzulande knapp 30 Millionen Tannenbäume verkauft. Immer mehr Familien entscheiden sich dafür, Bio-Tannen aus der Region zu kaufen oder selbst zu schlagen – am besten transportiert man diesen auf dem Lastenrad. Wer es noch nachhaltiger gestalten möchte, aber auf Nadelduft nicht verzichten möchte, findet Online verschiedene Alternativen. Ein Beispiel ist der „Keinachtsbaum“: Kunden bestellen lediglich ein Bastelset für ein zusammensteckbares Tannenbaumgestell, die Zweige kauft man als Schnittgrün im örtlichen Blumengeschäft und befestigt diese am Stamm. So müssen keine Bäume gefällt werden. Der „Keinachtsbaum“ ist nominiert für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2023.

3. Online bestellen ist nachhaltiger als gedacht

Stationär oder online kaufen – was ist nachhaltiger? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln. In den drei betrachteten Kategorien, Bücher, Elektronikartikel und FMCG, also Konsumgüter des täglichen Bedarfs, zeigte sich:  Betrachte man die gesamte Wertschöpfungskette mit Beschaffungslogistik, Lagerhaltung und Geschäft, verursache der Online-Handel nur 25 bis 40 Prozent der CO2-Emissionen des stationären Handels.

4. Retouren sinnvoll nutzen

Die geschenkte Bluse ist zu groß? Und die Sneaker für den Neffen eine Nummer zu klein? Retouren sind längst zum festen Bestandteil im E-Commerce geworden und gehören zur Customer Journey. Laut Fraunhofer-Institut für Materialfluss IML gehören die Deutschen zu den Retouren-Europameistern, vor allem bei Fashion-Artikeln. Besonders zwischen Weihnachten und Silvester ist das Retourenaufkommen besonders hoch, da viele Geschenke umgetauscht werden. Nehmen Sie sich deshalb Zeit beim Online-Shopping und vermeiden so voreilig gekaufte Geschenke. So können Sie dafür sorgen, dass nicht die Hälfte aller Geschenke in die Retoure gehen.

Beim Verpacken der Geschenke

5. Gebrauchte Kartonagen werden zum Bastelspaß

Wer seine Geschenke im Online-Handel bestellt, sollte die Kartons nicht wegwerfen. Sie können nicht nur zum Verschicken der eigenen Geschenke verwendet werden, sondern auch Ansporn sein, zum Jahreswechsel alte Kleidung auf dem Online-Flohmarkt zu verkaufen und zu verschicken. Die Zweitverwertung kann zudem auch mit Spaß einher gehen: Die Kartons können mit kreativen Ideen selbst zum Geschenk werden. Hierzu finden sich zahlreiche Bilder und Videoanleitungen im Internet. Der Spielzeughersteller HABA beispielsweise legt nahe, sich nicht nur auf die Spielwaren, sondern auch auf die Verpackung zu freuen, und bietet Ideen zum Basteln mit Kindern an.

6. Verpackung sparen

Wer die knapp 230 Kilo Verpackungsmüll, die das Umweltbundesamt pro Kopf und Jahr errechnet hat, verringern will, achtet auf die Größe: Beim Versenden der Weihnachtsgeschenke sollte der Karton nicht zu groß gewählt werden – das spart zu viel Polstermaterial und im Bestfall sogar Portokosten. Bei den Kartonagen muss es nicht immer ein neuer Karton sein, hier können stabile, unbeschädigte Pakete auch wiederverendet werden. Wichtig dabei: Entfernen Sie vorsichtig alte Barcodes, bevor sie die Sendung neu frankieren. In einem Hermes PaketShop in Berlin beispielsweise können Kunden auch die sogenannte Re-Use-Box nutzen, in der wiederverwendbare Kartonagen zur Verfügung gestellt werden. Und auch beim Kauf der Geschenke kann man zudem darauf achten, ob wiederverwertbare Verpackungen verwendet werden. OTTO beispielsweise verschickt ausgewählte Online-Bestellungen in vollständig kompostierbaren, biologisch abbaubaren Versandtüten.

7. Sicher, aber nachhaltig polstern

Wer dennoch – beispielsweise wegen zerbrechlicher Geschenke – nicht auf das Auspolstern verzichten kann, ist nicht mehr auf Plastik angewiesen. Inzwischen gibt es auch Verpackungschips oder Papierwolle, die biologisch abbaubar sind. Auch beim Verschließen der Weihnachtspakete muss man nicht zum Plastikklebeband greifen: Umweltfreundliches Papierklebeband ist durch Fadenverstärkung besonders reißfest – und auch in Weihnachtsdesigns erhältlich. Nassklebeband liefert eine besonders starke Verbindung zum Karton und klebt erst nach Anfeuchten – ist aber durch Leim aus Kartoffelstärke besonders nachhaltig.

Beim Versenden und Empfangen der Geschenke

8. CO2-neutral versenden

Auch wenn auf der Letzten Meile zunehmend auf Elektrofahrzeuge und Lastenräder umgestellt wird, können Pakete ihre Reise heute noch nicht komplett emissionsfrei zurücklegen. Ergänzend zur fortscheitenden Umstellung auf E-Mobilität arbeitet Hermes zum Beispiel mit der NGO atmosfair zusammen, die über Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt CO2-Kompensation für Unternehmen anbietet. Das gilt auch für privat versendete Pakete – wer also das Weihnachtsgeschenk mit Hermes auf die Reise schickt, hat den CO2-neutralen Versand durch Kompensation ohne zusätzliche Kosten direkt inklusive.

9. Den PaketShop nutzen

Wer nebenbei auch noch für zusätzliche Bewegung in der Plätzchenzeit sorgen möchte – kann seine Päckchen und Pakete nicht nur im PaketShop versenden, sondern sich Geschenke auch dort hin liefern lassen. Die Paketabwicklung über einen der bundesweit mehr als 16.000 Hermes PaketShops ist auch aus ökologischer Sicht eine gute Idee: So verursacht die konsolidierte Zustellung an einen PaketShop im Schnitt 25 Prozent weniger CO2 als an die private Haustür. Und: Mit dem Mobilen Paketschein von Hermes können Sendungen übrigens ganz einfach via QR-Code, also ohne Drucker, verschickt werden.

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