Elektrifizierungs-Meilenstein: Hermes stellt in über 80 Innenstädten lokal emissionsfrei zu

Hermes E-Transporter und Lastenrad in Hamburg, wo der Paketlogistiker seit Ende 2023 im gesamten Stadtgebiet lokal emissionsfrei zustellt. (Foto: Hermes Germany / Willing-Holtz)
Hermes Germany schreitet bei der Elektrifizierung der Fahrzeugflotte konsequent voran. Der Paketdienstleister hat sein Ziel, in den Innenstadtbereichen 80 deutscher Städte ohne den lokalen Ausstoß von CO2-Emissionen zuzustellen, zum Ende seines Geschäftsjahres 2025/26 (28. Februar) erreicht. Leuchttürme des 80-Innenstädte-Projekts sind Hannover, München und Hamburg, wo nun im kompletten Stadtgebiet elektrisch zugestellt wird – in Berlin ist dies im gesamten inneren S-Bahn-Ring der Fall. Von Nord nach Süd und von Ost nach West sind Hermes-Zusteller*innen damit in über 80 Innenstädten mit E-Transportern oder Lastenrädern unterwegs. Auch alle 16 Landeshauptstädte sind inbegriffen. Bei der Elektrifizierung der 80 Innenstädte handelt es sich um ein selbst gesetztes Zwischenziel. Hermes Germany arbeitet mit Fokus daran, bis spätestens zum Ende des Geschäftsjahres 2031 85 Prozent der gesamten Zustellflotte auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzustellen.
„Wir haben geliefert”, erklärt Marco Schlüter, Chief Operations Officer von Hermes Germany, anlässlich der Zielerreichung. „Als Paketdienstleister gehören wir mit unseren Servicepartnern auf der Letzten Meile zu zentralen Akteuren im Stadtverkehr, denn wir versorgen die Menschen Tag ein, Tag aus mit Päckchen und Paketen. Für eine zukunftsweisende City-Logistik gibt es keine Universal-Lösung. In jeder Stadt und jeder Region herrschen individuelle Ausgangsbedingungen, die jeweils zu einem Gesamtkonzept geformt werden müssen“, so Schlüter. „Entsprechend ist die Elektrifizierung der Zustellflotte eine echte Teamleistung und ich möchte allen Beteiligten für ihr Engagement danken. Mit der Vollendung unseres ‚80-Innenstädte-Projekts‘ haben wir einen Meilenstein überschritten, der zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden diesen konsequent weitergehen“, führt Schlüter weiter aus.
Für die Erreichung des Etappenziels hat Hermes Germany die 50 einwohnerstärksten Städte Deutschlands berücksichtigt. Darüber hinaus wurden weitere urbane Räume mit hohen Einwohnerzahlen und hoher Einwohnerdichte einbezogen, die sich für eine Umstellung auf Elektromobilität besonders eignen – z. B. aufgrund lokaler Verkehrsgegebenheiten, der vorhandenen Infrastruktur vor Ort oder operativer Bedingungen wie beispielsweise durchschnittlicher Tourlängen.
München und Hannover komplett elektrisch beliefert seit März 2026
In all diesen Städten wurden innenstadtnahe Postleitzahlengebiete ausgewählt, in denen sowohl die elektrische Zustellung an die Haustür als auch an PaketShops sinnvoll umgesetzt werden konnte. Die Größe der umgestellten Fläche je Stadt variiert entsprechend:
Mit München und Hannover sind zum März 2026 zwei Leuchttürme hinzugekommen, im Rahmen derer Hermes im gesamten Stadtgebiet lokal emissionsfrei zustellt. „Darauf, dass wir nun auch alle Einwohner*innen der Landeshauptstädte von Bayern und Niedersachsen ohne den lokalen Ausstoß von CO2 mit Päckchen und Paketen versorgen, bin ich besonders stolz“, erklärt COO Marco Schlüter. „Wir leisten damit einen signifikanten Beitrag zur Verkehrswende in diesen wichtigen urbanen Zentren.“ München und Hannover gesellen sich zur Hansestadt Hamburg, die Hermes Germany seit Ende 2023 komplett elektrisch beliefert.
In Berlin war der Paketdienstleister bereits 2021 mit „Green Delivery Berlin“, seiner Blaupause für eine City-Logistik der Zukunft, an den Start gegangen. Mittlerweile werden Haustüren und PaketShops in der Hauptstadt in 67 Postleitzahlengebieten und damit auf einer Fläche von 106 Quadratkilometern ohne den lokalen Ausstoß von CO2 von Hermes Germany angefahren. Aufgrund der vorhandenen Rahmenbedingungen kommt der Radlogistik in Berlin eine besondere Rolle zu – derzeit sind dort 50 Lastenräder unterwegs. Aber auch in Städten wie Regensburg, Leipzig, Frankfurt a. Main, Hamburg oder Mannheim machen Lastenräder einen Teil der Zustellflotte aus.
In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart erhalten rund 447.000 Einwohner*innen auf mehr als 166 Quadratkilometern ihre Hermes-Pakete lokal CO2-frei.
Elektrifizierungs-Meilenstein „80 Innenstädte“
Ziel erreicht: Hermes Germany stellt zum März 2026 in 80 deutschen Innenstädten elektrisch zu. In den Leuchtturm-Städten Hamburg, München und Hannover erfolgt die lokal CO2-freie Zustellung sogar im gesamten Stadtgebiet, in Berlin im inneren S-Bahn-Ring. Die Innenstädte im Überblick:

Ladeinfrastruktur und Einbindung in bestehende operative Prozesse
Um die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte voranzutreiben, arbeitet Hermes Germany eng mit seinen Servicepartnern zusammen, die die Zustellung von Sendungen auf der Letzten Meile im Auftrag des Paketlogistikers übernehmen. Zudem investiert der KEP-Dienstleister an ausgewählten Logistik-Standorten in eigene Ladeinfrastruktur. Neben einem E-Mobility-Hub in Hamburg und zahlreichen Ladepunkten an Logistik-Centern und Hermes Germany Depots bundesweit, die zu 100 % mit Ökostrom versorgt werden, hat das Unternehmen an seinem Logistik-Center Langenhagen im Sommer 2025 ein leistungsfähiges und skalierbares Ladeinfrastruktursystem in Betrieb genommen, das seine Elektrifizierungsziele im Allgemeinen und die lokal emissionsfreie Zustellung in Hannover im Speziellen unterstützt: „Das integrierte Lösungskonzept berücksichtigt die Ladezeiten und den Leistungsbedarf verschiedener Nutzergruppen – vom E-Transporter über den E-Lkw bis hin zu Flurverkehren”, erklärt Felix Spethmann, Projektleiter Sustainability Implementation bei Hermes Germany. Die installierte Ladeleistung wird dynamisch verteilt und ist so ausgelegt, dass sie den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der E-Fahrzeugflotte des Paketlogistikers gerecht wird.
Gleichzeitig bleibt ein flächendeckendes Netzwerk an leistungsstarken, öffentlichen Ladepunkten ein entscheidender Erfolgsfaktor für einen ambitionierten Hochlauf der E-Mobilität auf der Letzten Meile. So z. B. in München, wo nach der Komplett-Umstellung auf E-Mobilität aktuell ca. 170 E-Transporter die Haustüren und PaketShops der Stadt beliefern. „Eine wichtige Erkenntnis, die wir über die vergangenen Jahre im Zuge der schrittweisen Elektrifizierung der Zustellflotte auf der Letzten Meile gewonnen haben: Um die Verkehrswende zu meistern, braucht es einen Schulterschluss zwischen den Kommunen und wirtschaftlichen Akteuren“, sagt Martin Jugel, Sustainability Manager Operations bei Hermes Germany. „Unsere erfolgreichen Bemühungen in allen 80 Innenstädten und im Rahmen der Großprojekte in München, Hannover, Berlin und Hamburg sind häufig auch Ergebnis eines engen Dialogs mit städtischen Akteuren. Hier wünschen wir uns für die Zukunft eine weitere Etablierung von gemeinsamen Austauschformaten sowie eine frühzeitige Einbindung in verkehrspolitische Maßnahmen, z. B. zur Verkehrsreduzierung, um gemeinsam ziel- und praxisorientiert voranzuschreiten.”
Blick nach vorn: wissenschaftlich fundierte Klimaziele im Blick
Hermes Germany elektrifiziert seine Fahrzeugflotte auch über die 80 Innenstädte hinaus an weiteren Orten in der Stadt und auf dem Land. Aktuell sind bundesweit insgesamt rund 1960 elektrisch betriebene Fahrzeuge, darunter rund 170 Lastenräder im Einsatz. „E-Mobilität wird immer alltagstauglicher – und das nicht nur in urbanen, sondern auch in ländlichen Gebieten. Dazu tragen zum einen die technischen Fortschritte bei, z. B. was die Reichweiten der Fahrzeuge oder die Schnelllademöglichkeiten angeht. Zum anderen machen zunehmend auch ökonomische Vorteile die Umstellung von Zustellflotten attraktiver”, so Sustainability Implementation Projektleiter Spethmann.
Mit Blick auf die Flottenumstellung verfolgt der Paketdienstleister ambitionierte Klimaziele – Handlungsrahmen ist ein Science-Based-Target, dem sich der Logistiker als Teil der Otto Group verpflichtet hat. Spätestens bis zum Geschäftsjahresende 2031 sollen 85 Prozent der gesamten Zustellflotte, die Hermes Päckchen und Pakete an die Haustüren und PaketShops bringt, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgestellt werden.
Hinweis: Es kann im Falle eines unerwarteten Ausfalls von E-Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur oder Servicepartnern für begrenzte Zeiträume zu vereinzeltem Einsatz von Verbrenner-Fahrzeugen in den entsprechenden Gebieten kommen.