10 Jahre Hamburger ARCHE, 5 Jahre Hilfe durch Hermes

Seit über 10 Jahren ist die ARCHE in Hamburg-Jenfeld für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien da. „Die ARCHE holt die Kinder von der Straße“ war und ist das Motto der Einrichtung, die 2006 nach dem tragischen Todesfall eins kleinen Mädchens in Jenfeld ins Leben gerufen worden ist.

Als Vorstandsmitglied des Freundeskreises Die ARCHE Hamburg e.V. unterstützen Heidrun Bobeth und ihre Kollegen Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. (Foto: Freundeskreis Die ARCHE e.V.)

Kolumne von Heidrun Bobeth, Vorstand des Freundeskreises Die ARCHE Hamburg e.V.

Seit über 10 Jahren ist die ARCHE in Hamburg-Jenfeld inzwischen schon für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien da. „Die ARCHE holt die Kinder von der Straße“ war und ist das Motto der Einrichtung, die 2006 nach dem tragischen Todesfall eins kleinen Mädchens in Jenfeld ins Leben gerufen worden ist. Dies ist auch gelungen! Täglich finden hier 140-160 junge Menschen nachmittags einen ruhigen Hafen und verlässliche Bezugspersonen, individuelle Fürsorge und Förderung – alles, was Kinder für ihre Entwicklung brauchen.

Dank großzügiger Spender wie Hermes – das Unternehmen unterstützt die Hamburger ARCHE bereits seit 2012 – konnte die Einrichtung ihre Förder- und Freizeitprogramme Stück für Stück erweitern und den aktuellen Anforderungen und Bedürfnissen seiner jungen Besucher im Alter zwischen 6–20 Jahren anpassen. Die Vielzahl der Angebote – vor allem die Hausaufgabenhilfe, der Nachhilfeunterricht,  kleine Ferienreisen, Lerncamps für Jugendliche sowie das Jobpatenprojekt mit einer 1:1 Betreuung eines Schulabsolventen durch einen ehrenamtlichen Jobpaten – stärken die ARCHE-Kinder nachhaltig in ihrer persönlichen Entwicklung, ihren Schulleistungen und ihrem Sozialverhalten. Das zeigt sich insbesondere durch die steigende Zahl an erfolgreichen Schulabschlüssen der ARCHE-Jugendlichen – und dass sie inzwischen auch immer bessere und sogar höhere Abschlüsse anstreben.  Denn eine Perspektive schafft  Selbstbewusstsein weckt den Ehrgeiz!

Die Arche – mehr als nur das Kind und die Gesellschaft im Blick

So haben viele der ARCHE-Kinder, die von Beginn an dabei waren, nicht nur ihren Schulabschluss in der Tasche, sondern auch einen Ausbildungsplatz gefunden – mit Unterstützung der Jugendbetreuer und „persönlichen“ ARCHE-Jobpaten. Einige der ARCHE-„Absolventen“ kommen zurück – und wollen nun selber helfen, sprich etwas zurückgeben. Denn sie wissen: Ohne die ARCHE, die im entscheidenden Moment ihres Lebens an ihrer Seite war, hätten sie das alles nicht geschafft. An dieser Stelle leistet die Arche die nötige Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Anforderungen an die ARCHE in Hamburg erhöhen sich zugleich immer mehr. Inzwischen kommen auch Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften in Jenfeld in die ARCHE – und sind willkommen. Viele sind traumatisiert durch die Erlebnisse der vergangenen Monate, brauchen einen entsprechend einfühlsamen Umgang. Mit großer Sorge beobachten Tobias Lucht, Leiter der Hamburger ARCHE, und wir vom ARCHE-Freundeskreis darüber hinaus eine Zunahme an gefährdender Vernachlässigung der Kinder vonseiten der Eltern im Stadtteil. Tobias Lucht: „Die Kinder vertrauen uns zum Glück, öffnen sich – so können wir die Nöte in Familien sehen und gemeinsam mit Lehrern intensiv begleiten. Keine leichte Aufgabe!“ Und im Herbst wird eine zweite ARCHE in Hamburg eröffnet – in Billstedt, ebenfalls ein sozialer Brennpunkt. Mit einer Kirche und Schule vor Ort als Unterstützer, soll die neue Einrichtung die guten Erfahrungen der Arche in Jenfeld duplizieren.

Seit 2012 ist Hermes ein verlässlicher Partner an der Seite der Hamburger ARCHE. Das Engagement eines so großen Unternehmens hat natürlich Signalwirkung in die Stadt. Die regelmäßigen Spenden des Unternehmens tragen darüber hinaus maßgeblich zur Kontinuität der ARCHE- Sozialarbeit bei, machen  viele Projekte erst möglich. Denn die Hamburger ARCHE finanziert sich zu 100% aus Spenden – ohne staatliche Gelder.

Der Schulabschluss – der erste Schritt in ein selbstbestimmtes Leben

Hermes ermöglichte Ferienreisen, die die Mädchen und Jungen aus ihrem bedrückenden Alltag herausholen, Einzel-Nachhilfe für diejenigen, die sonst in der Schule nicht mithalten könnten – oder ein höheres Lernniveau anstreben, Lern-Camps, in denen gezielt für die Abschlussprüfungen gebüffelt wird sowie für das tägliche Mittagessen. Die warme Mahlzeit ist für viele der Schützlinge nach wie vor die erste am Tag.

Dazu unterstützt Hermes die ARCHE und den ehrenamtlichen Freundeskreis Die ARCHE auch in inspirierender und tatkräftiger Weise: Offene Gespräche, konstruktiver Input, großes Interesse an der ARCHE-Arbeit und nicht zuletzt der persönliche Einsatz vieler Hermes-Mitarbeiter – bei Projekten wie Fahrradwerkstadt, Bastel- und Backaktionen, Spiel-Angeboten sowie beim großen Sommerfest – machen die Zusammenarbeit mit Hermes für uns vom Freundeskreis zu einer besonderen Freude!

Vielen Dank, dass Hermes uns bereits langjährig zur Seite steht und die Hamburger ARCHE fördert. So tragen wir gemeinsam dazu bei, die Kinder fit für die Zukunft zu machen, stark für eine selbstbestimmte Entwicklung.

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