Coronavirus Aktuelle Informationen rund um die Zustellung

[LETZTE AKTUALISIERUNG AM 26.03.2020, 10:21 UHR] Als Paketdienstleister können wir in der aktuellen Situation einen wichtigen Beitrag leisten, indem wir die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit unserer Dienstleistung unterstützen. Unsere oberste Priorität ist es, eine Ansteckung unserer Mitarbeiter*innen, Servicepartner*innen und der Zusteller*innen zu vermeiden. Gleichermaßen gilt es, unsere Kund*innen bestmöglich zu schützen und dazu beizutragen, die weitere Verbreitung des Virus in Deutschland insgesamt einzudämmen.

(Foto: Hermes/Willing-Holtz)

(Letzte Aktualisierung: 26.03.2020, 10:21 Uhr)

Im Folgenden haben wir wichtige Informationen rund um die Zustellung bzw. den Empfang von Sendungen zusammengestellt. Diese werden wir laufend aktualisieren.

Welche Vorsichtsmaßnahmen trifft Hermes?

Alle unsere Mitarbeiter*innen und Servicepartner*innen werden ausführlich über die notwendigen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen informiert und ausdrücklich aufgefordert, diese zu beachten und einzuhalten. Diese Maßnahmen orientieren sich an den offiziellen Empfehlungen der Behörden und des Robert Koch-Instituts (RKI), werden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf kurzfristig angepasst. Sie umfassen z.B. regelmäßiges, intensives Händewaschen, Beachtung der Nies- und Hustenetikette etc.

Gibt es die Möglichkeit einer kontaktlosen Lieferung?

Kund*innen können Lieferungen ohne jeglichen physischen Kontakt erhalten. Dank digitaler Lösungen können sie wählen, ob sie ihre Sendung persönlich entgegennehmen oder an einen WunschAblageort zustellen lassen. Mit der Paketlieferung vor die Wohnungstür, in die Gartenlaube, Garage oder einen anderen sicheren Ablageort erfolgt die Zustellung ohne einen persönlichen Kontaktpunkt. Auch die Quittierung des Sendungserhalts auf dem Scanner entfällt damit.

Kund*innen können ihr Paket direkt aus der Paketankündigung des Händlers, über die Hermes App oder die Sendungsverfolgung an einen WunschAblageort umleiten. Wer seine Pakete dauerhaft an einem WunschAblageort zugestellt bekommen möchte, kann dies hier beauftragen: https://www.myhermes.de/service/dauerhafter-wunschablageort

Um Kund*innen bereits bei der Online-Bestellung verstärkt auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen, sind wir bereits im engen Austausch mit den Versendern.

Die aktuelle Situation ist für uns alle neu. Unser Ziel ist es, unseren Zustellservice bestmöglich darauf auszurichten, um in der Coronakrise die Gesundheit unserer Zusteller*innen und Kund*innen zu schützen. Daher haben wir eine weitere digitalunterstützte und den aktuellen Bedürfnissen gerecht werdende Lösung entwickelt: Die kontaktlose Paketannahme per Foto.

Gibt es aktuelle Verzögerungen?

Aktuell verzeichnen wir keine Einschränkungen bzw. Verzögerungen bei der Zustellung in Deutschland. Auf den innereuropäischen Transportwegen kommt es aufgrund von Grenzkontrollen jedoch zu Zeitverzögerungen. Derzeit sind Warenverkehre von den Einreisestopps ausgenommen.

Verzeichnet Hermes aktuell höhere Sendungsmengen?

Wir haben derzeit keine Indizien dafür, dass die Corona-Krise die Sendungsmengen zusätzlich erhöht. Die Folgen der Corona-Pandemie auf den Onlinehandel sind derzeit nur in Umrissen erkennbar. Der Onlinehandel spürt – wie der gesamte Einzelhandel auch – die sich abkühlende Konsumkonjunktur. Andererseits profitiert der Onlinehandel davon, dass die Kund*innen weiterhin und von zu Hause einkaufen können.

Bei einer weiter steigenden Anzahl von Infizierten besteht der strukturelle Vorteil des Onlinehandels darin, Waren direkt nach Hause versenden zu können. Das Infektionsrisiko ist – auch durch entsprechende Maßnahmen bei der Lieferung an die Haustür oder zum Paketshop – im Verhältnis zum stationären Handel extrem gering. Dabei geht es aus unserer Sicht nicht darum, zusätzliche Kaufanreize zu schaffen, sondern um die Grundversorgung der Bevölkerung. Die Sortimente reichen von Waren des täglichen Bedarfs bis hin zu dringend benötigten Elektrogeräten wie einer neuen Waschmaschine oder eines Kühlschranks. Zudem wird der Onlinehandel von der Bevölkerung als ein Teil noch normalen Lebens begrüßt.

Mittel- und langfristig sind die ökonomischen Folgen allerdings sehr schwer einzuschätzen. Abhängig von der Dauer des Stillstands öffentlichen Lebens sind die Auswirkungen auf die Konsumkonjunktur und damit auch auf die Paketmengenentwicklung zurzeit nicht seriös abzusehen.

Kann ich mich über Pakete mit dem Coronavirus infizieren?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Übertragung von Viren über Pakete unwahrscheinlich. Das Coronavirus wird über Tröpfchen übertragen, es hält sich nicht lange auf Oberflächen wie Kunststoff und Papier. Die saugfähige Oberfläche eines Pakets oder Briefes sowie der Transport an der Luft trocknen das Virus aus und zerstören seine Hülle. Auch durch Sonne bzw. UV-Licht wird das Virusgenom zerstört. So schreibt die WHO: „Aus früheren Analysen wissen wir, dass Coronaviren auf Gegenständen wie Briefen oder Paketen nicht lange überleben“.

Bleiben PaketShops geöffnet?

Die Bundesregierung hat mitgeteilt, dass Geschäfte wie der Einzelhandel für Lebensmittel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Reinigungen etc. nicht geschlossen werden sollen. Wir gehen derzeit davon aus, dass 70-80% unserer bundesweit über 16.000 PaketShops weiterhin geöffnet bleiben, weil sie in Einrichtungen für die Grundversorgung integriert sind. Hier wird es Stand heute zu einer deutlich stärkeren Nutzung kommen. Daher ist es wichtig, dass die PaketShop-Betreiber den Zutritt der Kunden steuern und sicherstellen, dass Warteschlangen vermieden werden. Wir unterstützen die Shop-Betreiber hier bestmöglich in der Umsetzung und informieren kontinuierlich über erforderliche Hygienemaßnahmen.

PaketShops, die schließen müssen, haben wir bereits heute (17.3.) darüber informiert, dass sie keine Pakete mehr annehmen dürfen. Wir sind bemüht, bei allen Shops, die schließen müssen, an ihrem letzten Öffnungstag die Pakete abzuholen, damit möglichst keine Sendung liegenbleibt.

Unsere Endkund*innen werden über den Paketshop-Finder informiert.  Alle Shops, die schließen, werden zunächst bis zum 30.04. nicht mehr angezeigt und sind damit nicht mehr auszuwählen.

Auch für die Paketabholung im PaketShop bietet Hermes eine kontaktlose Abwicklung.


Weiterführende Informationen für Kunden stehen auch unter myhermes.de zur Verfügung.


 

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