Nachhaltigkeitspreis in Hamburg Hermes gewinnt Hanse Globe 2017

Hermes ist von der Logistik-Intiative Hamburg mit dem Hanse Globe 2017 ausgezeichnet worden. Damit würdigen die Initiative und die Stadt Hamburg ein von Hermes erarbeitetes Zukunftskonzept, das für die Paketzustellung in Metropolregionen vorrangig auf neue und alternative Mobilitätskonzepte setzt.

Olaf Schabirosky von Hermes Germany nimmt im Hamburger Rathaus den Hanse Globe 2017 entgegen. (Foto: Marcelo Hernandez)

Gastbeitrag von Olaf Schabirosky, Geschäftsführer Services & Chief Digital Officer bei Hermes Germany


Wir freuen uns sehr über den Gewinn des Hanse Globe, Hamburgs Preis für nachhaltige Logistik. Der Hanse Globe ist eine tolle Anerkennung für unsere langjährigen Bestrebungen im Bereich der Nachhaltigkeit, die wir seit jeher als Teil unserer DNA zielstrebig verfolgen.

Mit unserem Bewerbungsbeitrag „Urban Blue“ haben wir ein integriertes Gesamtkonzept für die zukünftige Versorgung von Kunden in den Metropolräumen präsentiert, das vorrangig auf neue und alternative Mobilitätskonzepte setzt. „Urban Blue“ ist aber keine Zukunftsmusik! Die Umsetzung der Maßnahmen ist bereits in vollem Gange wird sukzessive auf 80 Großstädte in Deutschland übertragen. Unser erklärtes Ziel: Bis 2025 wollen wir in allen deutschen Großstädten komplett emissionsfrei zustellen. Die Fachjury des Hanse Globe hat befunden, dass wir damit einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um eine nachhaltige City-Logistik in Hamburg leisten. „Urban Blue“ ist insofern eine Antwort und bietet gute Lösungsansätze für ein hochaktuelles Thema, das uns alle betrifft.

„Wir setzen auf Elektromobilität“

Der Fokus ist richtig gesetzt. Denn schon heute leben 70 Prozent der Menschen auf rund 12 Prozent der Fläche in Deutschland – Tendenz steigend. Der Boom im E-Commerce hält an, die Schallmauer der 3 Milliarden Sendungen in Deutschland ist bereits geknackt. Gleichzeitig verändert sich die Bevölkerungsstruktur und damit auch das Bestell- und Konsumverhalten. Viele Kunden sind häufig nicht mehr zu Hause anzutreffen. „Urban Blue“ zeigt neue Wege auf, wie wir sie künftig noch besser erreichen. Vor allem setzen wir auf den flächendeckenden Ausbau von Elektromobilität. Für dieses Vorhaben haben wir mit Mercedes-Benz einen starken Partner an unserer Seite. Gemeinsam wollen wir bis 2020 rund 1.500 Fahrzeuge auf die Straße bringen und Gesundheit und Lebensqualität in den Städten erhalten. Zusätzlich testen wir die zukünftige Feinverteilung über elektrifizierte Cargo-Bikes oder Zustellroboter.

Das Maßnahmenpaket wird dadurch ergänzt, dass wir unser PaketShop-Netzwerk auf 20.000 Annahmestellen erweitern wollen. Wir unterstützen den Ausbau anbieterunabhängiger Paketboxen (ParcelLock) sowie die Installation von Micro-Depots im Stadtgebiet. Damit rücken wir noch näher an unsere Kunden und gestalten den Paketversand in ihrem Interesse noch flexibler und nachhaltiger. Für uns bleibt es dabei: Logistik ist eine Dienstleistung von Menschen für Menschen. Die Fortschritte in der Digitalisierung unterstützen uns dabei.

„Es braucht gemeinsame Initiativen“

Eine besonders wertvolle Erkenntnis: „Urban Blue“ zeigt zudem, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit (auch) in der Logistik keine Gegensätze sind, sondern sich – intelligent kombiniert – auf beste Weise ergänzen. Um hier vor dem Hintergrund der genannten Herausforderungen auch zukünftig die Kundenwünsche effizient erfüllen zu können, braucht es neben guten Ideen und innovativen Ansätzen vor allem gemeinsame Initiativen. Auftraggeber und Kunden des Handels, Politik und Kommunen, Automobilindustrie und KEP-Branche – alle sind gefragt. „Urban Blue“ basiert daher maßgeblich auf den Prinzipien der Kooperation, Vernetzung und auf einem breiten Austausch. In Hamburg funktioniert das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vorbildlich. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Projektbeteiligten bedanken! Wir freuen uns, wenn dieses Beispiel der erfolgreichen Umsetzung von nachhaltiger City Logistik weiterhin Anklang und Nachahmer findet.

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