Neuer Service Hermes digitalisiert Benachrichtigungskarte

Seit Kurzem werden viele Paketempfänger per E-Mail informiert, wenn der Hermes-Bote sie bei der Zustellung nicht antreffen konnte. Die digitale Benachrichtigungskarte löst die blaue Papierkarte im Briefkasten sukzessive ab. Der Rollout erfolgt schrittweise bei allen Kunden, deren gültige E-Mail-Adresse dem Paketdienst vorliegt. Der Einführung ging ein umfangreicher Pilottest voraus.

Ein Zusteller von Hermes scannt eine Sendung. (Foto: Hermes)

Mit dem neuen Service baut Hermes die digitale Kommunikation mit seinen Kunden weiter deutlich aus. Das Ziel ist es, den gesamten Prozess des Paketempfangs mittels Technologie so transparent, flexibel und steuerbar wie möglich zu gestalten. Dass die elektronische Benachrichtigungskarte ein wichtiger Baustein dafür ist, spiegelt auch das erste Kundenfeedback wider. Die überwiegende Mehrheit der befragten Paketempfänger bestätigt, dass die E-Mail aktuell der präferierte Kanal für diesen Zweck ist. Die Zahlen zeigen außerdem: Über 90 Prozent der Empfänger lesen die Benachrichtigung noch am selben Tag.

Schnelle Information und flexibles Umrouten

In dieser zeitlichen Komponente liegt einer der zentralen Kundenvorteile der digitalen Benachrichtigungskarte: Der Empfänger wird unmittelbar nach dem Zustellversuch informiert – nicht erst, wenn er die Karte abends zuhause im Briefkasten vorfindet. Dank der engen Verzahnung der digitalen Services von Hermes kann der Empfänger dann direkt Einfluss auf den weiteren Zustellprozess nehmen, denn in die E-Mail ist die Hermes WunschZustellung integriert. Sie ermöglicht es dem Kunden, den nächsten Zustellversuch ohne viel Aufwand zu steuern oder umzurouten: auf ein anderes Datum, an einen bestimmten Nachbarn, einen PaketShop der Wahl oder einen sicheren Ablageort – damit die Zustellung anhand der individuellen Kundenbedürfnisse erfolgt.

Digitale Lösungen entlasten die Letzte Meile

Marco Schlüter, Geschäftsführer Operations Hermes Germany GmbH

Aber nicht nur der Kunde profitiert von der digitalen Lösung. Marco Schlüter, Chief Operations Officer der Hermes Germany GmbH, erklärt: „Angesichts des anhaltenden Fahrermangels in der gesamten KEP-Branche legt Hermes bei seinen digitalen Produkten das Augenmerk neben dem Mehrwert für den Kunden ebenso darauf, die Zusteller bestmöglich bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die digitale Benachrichtigungskarte spielt im Zuge der Entlastung der Letzten Meile eine wichtige Rolle, vor allem in puncto Zeitersparnis.“

So müssen die Zusteller z. B. nach einer Paketabgabe beim Nachbarn nicht wieder zurück zum Briefkasten des Empfängers laufen, um eine Karte einzuwerfen. Die digitale Benachrichtigungskarte ist mit wenigen Klicks vor Ort ausgefüllt und abgeschickt. Der Vorgang auf den mehrsprachigen Handscannern auf Android-Basis ist so konzipiert, dass er intuitiv zu bedienen ist. Auf den Tag gerechnet entsteht so eine signifikante Zeitersparnis und Arbeitserleichterung für die Boten. Nicht zuletzt darf auch der Nachhaltigkeitsaspekt nicht außer Acht gelassen werden: Die digitale Benachrichtigung spart bereits jetzt Papierkarten im hohen sechsstelligen Bereich pro Monat ein und schont damit die Umwelt.

Kunde und Zusteller profitieren

Hermes arbeitet stetig an Technologien wie dieser, die klaren Kundenmehrwert schaffen und gleichzeitig den Paketboten unterstützen. Ein weiteres Beispiel für die Digitalisierung der Letzten Meile ist die 2018 eingeführte volldigitale Tourenplanung. Die intelligente Software passt die Sendungsreihenfolge und Routenführung anhand der aktuellen Verkehrslage während der Fahrt kontinuierlich an. Durch den verbesserten Fahrtfluss wird der Bote – besonders in städtischen Gebieten – entlastet, CO2 eingespart und die Produktivität der Tour erhöht. Gleichzeitig ermöglicht die Tourenplanung, das Angebot digitaler Services für den Verbraucher weiter zu verbessern, indem sie beispielsweise eine deutlich präzisere Zustellprognose erlaubt.

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