Rassismus und Menschenverachtung haben bei Hermes keinen Platz!

Das Bild des ertrunkenen Flüchtlingskindes Aylan hat weltweit große Bestürzung ausgelöst und viele Menschen angerührt. Doch leider ist offensichtlich nicht jeder in der Lage, Mitgefühl zu empfinden. Im Gegenteil nahmen manche Zeitgenossen die traurige Nachricht sogar zum Anlass, zynische Postings abzusetzen. Die Anonymität der Online-Welt als Katalysator gefühlskalter, geschmackloser Dumpf-Parolen. Bitter!

Martin Frommhold, Unternehmenssprecher Hermes Europe GmbH

Das Bild des ertrunkenen Flüchtlingskindes Aylan hat weltweit große Bestürzung ausgelöst und viele Menschen angerührt. Doch leider ist offensichtlich nicht jeder in der Lage, Mitgefühl zu empfinden. Im Gegenteil nahmen manche Zeitgenossen die traurige Nachricht sogar zum Anlass, zynische Postings abzusetzen. Die Anonymität der Online-Welt als Katalysator gefühlskalter, geschmackloser Dumpf-Parolen. Bitter!

Doch genau so geschehen auf der Facebook Seite „Berlin wehrt sich“, um deren Betreiber sich mittlerweile die Staatsanwaltschaft kümmert. Zudem ermittelten einige Medien weitere Hintergründe, so dass einer der geistigen Brandstifter bald identifiziert und bildlich vorgeführt werden konnte. Genau das jedoch sorgte bei Hermes für Erschütterung. Denn das veröffentlichte Bild zeigte deutlich auch ein Sweatshirt mit Hermes-Logo. Etwa ein Mitarbeiter?

Hermes ist ein weltweit tätiges Unternehmen. Für uns arbeiten Menschen verschiedenster Nationalitäten – derzeit rund 60 – und darauf sind wir stolz. Entsprechend verurteilen wir jedwede rassistische und menschenverachtende Äußerung – und dulden diese nicht! Schließlich handelt es sich bei diesen um eindeutige Verstöße gegen unseren Verhaltenskodex. Und dieser ist gleichermaßen verbindlich für unsere eigenen Mitarbeiter wie auch Angestellte von Kooperationspartnern formuliert. Wer die hier fixierten Werte nicht respektiert, muss mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen. Und zwar umgehend! Folglich wurde die mittlerweile namentlich bekannte Person nun in den Stammdaten der Hermes Gesellschaften gesucht – aber nicht gefunden. Das gleiche Ergebnis erbrachte eine Befragung der Vertragspartner – zusammen mit der Erkenntnis, dass das gezeigte Sweatshirt sowie ein ähnlich geschnittenes T-Shirt von 2009 bis 2012 über 100.000 mal ausgeteilt wurde …

Zunächst lag uns bis gestern Abend kein Anhaltspunkt vor, dass die besagte Person im vor einigen Jahren offiziell von Hermes eingesetzten Shirt auch in einer Verbindung zum Unternehmen steht.

Zu guter Letzt haben wir die besagte Person aber doch noch gefunden – als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma. Diese hatte den Mann als temporäre Arbeitskraft Ende August an ein Berliner Speditionsunternehmen, das u. a. auch Transporte für den Hermes Einrichtungsservice durchführt, vermittelt. Ein direktes Vertragsverhältnis mit Hermes bestand also nie. Aber nachdem wir den Betrieb über die Hintergründe informierten, teilte dieser der Zeitarbeitsfirma umgehend mit, ihren Mitarbeiter nicht weiter beschäftigen zu wollen. Und derart aufgeklärt entschied man sich auch hier, die Zusammenarbeit mit der Person zu beenden.

Zu sagen bleibt noch:  Wir behalten uns jederzeit rechtliche Schritte vor, wann immer jemand im Hermes Umfeld es wagt, sich menschenverachtend, diskriminierend und rassistische über andere zu äußern. Und das intern wie extern. Daran lassen wir keinen Zweifel!

Nächster Artikel