Auf dem Prüfstand Hermes lässt Servicepartner zertifizieren

Seit 2012 werden alle für Hermes tätigen Servicepartner in regelmäßigen Abständen von einem externen Prüfen untersucht. Basis ist ein umfangreicher Prüfkatalog, der fünf Themenfelder abdeckt - von Beschäftigungsbedingungen bis hin zu Umweltaspekten.

Sortierung von Sendungen im Hermes-HUB Langenhagen. (Foto: Hermes)

Hermes hat im Frühjahr 2012 gemeinsam mit dem externen Prüfinstitut SGS-TÜV Saar ein umfangreiches Zertifizierungssystem zur Qualitätssicherung im Bereich der Endkundenbelieferung durch seine Servicepartner entwickelt. Damit ist Hermes branchenweit das erste Unternehmen in Deutschland, das sich mit einem standardisierten Verfahren in regelmäßigen Abständen ein detailliertes Bild von der Situation auf der „Letzen Meile“, sprich bei der Zustellung der Sendungen an die Empfänger, macht.

Alle mit Hermes Germany bei der Zustellung kooperierenden Servicepartner durchlaufen diesen Zertifizierungsprozess. Neben Aspekten wie der Abwicklungsqualität und der Einhaltung betrieblicher Sicherheitsvorschriften werden insbesondere auch die Beschäftigungsbedingungen der Zusteller sowie die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben geprüft.

Hat ein mit Hermes kooperierendes Partnerunternehmen die Auditierung erfolgreich bestanden, erhält es ein Zertifikat. Unternehmen, die die Zertifizierung nicht oder nur unter Vorbehalt erlangen, müssen mit Unterstützung von Hermes nacharbeiten oder – als letzte Konsequenz – die Zusammenarbeit mit Hermes beenden.

Fortlaufend optimierte Prüfung

Unabhängig davon optimieren wir unser Auditierungs- und Zertifizierungsmodell fortlaufend weiter, um langfristig eine möglichst hohe Zuverlässigkeit des Systems gewährleisten zu können. So haben wir zuletzt zum Februar 2017 unser Prüfsystem erneut verschärft und lassen aktuell sämtliche Servicepartner sowie alle bei diesen Partnern angeschlossenen Subunternehmer von SGS-TÜV Saar auditieren.

SGS-TÜV Saar konzentriert sich dabei schwerpunktmäßig auf die Auditierung der Arbeitsbedingungen, d.h. die Arbeitszeiten der Zusteller, die Zahlung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns, sowie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaubsregelungen.  Hermes-eigene Auditoren führen ergänzend Audits mit dem Schwerpunkt Arbeitssicherheit und Umwelt durch.

Themenfelder bei der Zertifizierung

Beschäftigungsbedingungen und Dienstleistermanagement: Eine adäquate Bezahlung, das Recht auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall – diese Aspekte und viele mehr zeichnen ein faires und gesetzmäßiges Beschäftigungsverhältnis aus. Entsprechend wird erfragt und überprüft, wie das berufliche Miteinander gestaltet wird.

Gesundheit und Sicherheit: Hermes hält seine Partner an, für ein sicheres Arbeitsumfeld auf dem Betriebsgelände sowie im Fuhrpark zu sorgen. Gesetzliche Sicherheitsvorschriften müssen jederzeit geachtet werden, egal wie hektisch es im Tagesgeschäft zugeht.

Außenwahrnehmung von Hermes: Die für Hermes tätigen Zusteller unserer Servicepartner leisten bemerkenswerte Arbeit und steuern täglich über eine Million Haushalte in Deutschland an. So prägen sie zu einem wesentlichen Teil das Bild von Hermes in der Öffentlichkeit. Geprüft wird hier folglich, ob Auftreten und Bekleidung stimmen und Kunden die Zusteller als „im Auftrag von Hermes“ unterwegs erkennen.

Qualität und Abwicklung: Die Anforderungen an die KEP-Branche steigen kontinuierlich, folglich bedarf es immer besser qualifizierter Betriebe und Zusteller – und das wird bei der Zertifizierung analysiert.

Umwelt: Mit einem internen Masterplan hat sich Hermes klare Ziele im Bereich der CO2-Reduktion gesetzt. Entsprechend groß ist unser Interesse, auch die Partner zu eigenen Initiativen rund um Klima- und Umweltschutz anzuhalten bzw. entsprechendes Engagement zu fördern.

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